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Über mich

Servus!

Ich bin Stefan Lohmaier und mittlerweile über 40. Mitte 30 hab ich den Großteil meines Sehvermögens verloren und bin jetzt fast blind. Ursache waren Blutungen und Infektionen am Auge im Rahmen einer Graft-versus-Host-Disease nach einer Stammzelltransplantation. Die Transplantation war nötig, weil ich an der zerebralen Form der Adrenoleukodystrophie erkrankt war. Mein Alltag sieht heute anders aus als früher. Beruflich ist alles stabil geblieben: Ich arbeite weiterhin in Vollzeit als Senior Software Engineer. Auf dieser Website geht es vor allem um meine Blindheit.

Sehbehinderung

Meine Sehbehinderung lässt sich schwer beschreiben. Ich nutze die Impairment Simulator Software der University of Cambridge, um zu zeigen, was ich sehe.

Simulation Sehbehinderung – Sicht linkes Auge Simulation Sehbehinderung – normale Sicht Simulation Sehbehinderung – Sicht rechtes Auge

Auf beiden Augen ist mein Gesichtsfeld winzig. Allein das gilt in Deutschland gesetzlich als blind. Dazu kommt ein konstantes Rauschen, wie bei einem alten Fernseher. Auf dem linken Auge sehe ich in dem kleinen Gesichtsfeld noch etwa 20–30 Prozent. Auf dem rechten weniger als 2 Prozent. Die schwarzen Bereiche in der Simulation existieren für mich nicht. Sie sind nicht schwarz – sie sind einfach weg. Genau das ist für die meisten am schwersten vorstellbar.

Was bedeutet das im Alltag? Mein rechtes Auge ist praktisch unbrauchbar. Alles ist verzerrt, nur ein paar verschwommene Farben. Auf dem linken Auge erkenne ich je nach Lichtverhältnissen ein paar Buchstaben. Im Dunkeln sehe ich nur Schwarz, bei hellem Licht nur Weiß. Was ich noch im kleinen Restfeld sehe, wird Jahr für Jahr weniger – wegen neuer Blutungen, um die sich die Augenklinik kümmert.

Das beeinflusst meinen Alltag natürlich stark. Lesen in halbwegs vernünftigem Tempo geht nicht. Also lese ich per Braille oder per Sprachausgabe. Laufen ohne Anstoßen geht auch nicht – deshalb der Blindenstock. Reviews zu meinen Hilfsmitteln folgen.